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WHO: Krebsgefahr durch verarbeitetes Fleisch

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat verarbeitetes Fleisch als krebserregend eingestuft. Dies ist die schlimmste Einstufung, die in der Rangliste der WHO erreicht werden kann: Die gesundheitliche Bedrohung durch Fleischwaren wie Wurst, Schinken und Speck wird auf eine Stufe gestellt mit der Krebsgefahr durch Asbest, Arsen und Zigaretten. Zudem wurde rotes Fleisch als wahrscheinlich krebserregend eingestuft: Es gebe »starke Anzeichen« für einen direkten Zusammenhang zwischen dem Konsum von rotem Fleisch und dem Risiko, an Darm-, Bauchspeicheldrüsen- und Prostatakrebs zu erkranken.

50 Gramm Fleisch am Tag = 18 % höheres Krebsrisiko

Das Krebsrisiko steigt umso stärker, je mehr Fleisch ein Mensch isst: »Jede verzehrte Portion verarbeiteten Fleischs von täglich 50 Gramm erhöht das Darm­krebsrisiko um 18 Prozent«, heißt es in der Studie der International Agency for Research on Cancer (IARC), einer Behörde der WHO.

Die aktuelle Studie der WHO bringt viel Zündstoff in die öffentliche Diskussion und könnte eine Wendung im Essverhalten einläuten - zum Wohle unserer Gesundheit, zum Wohle der Tiere und für unseren Planeten.

Quellen:
· IARC Monographs evaluate consumption of red meat and processed meat. Pressemeldung der WHO, 26.10.2015
www.iarc.fr/en/media-centre/pr/2015/pdfs/pr240_E.pdf
· International Agency for Research on Cancer (IARC), the cancer agency of the World Health Organization: Carcinogenicity of consumption of red and processed meat. 26.10.2015 www.thelancet.com/journals/lanonc/article/PIIS1470-2045%2815%2900444-1/abstract
· WHO stuft Wurst als krebserregend ein. www.tagesschau.de, 26.10.2015

Warnhinweise auf Fleisch- und Wurstpackungen?

Da Wurst, Schinken und Speck genauso gesundheitsgefährdend eingestuft wurden wie Zigaretten, müsste jetzt konsequenterweise ein Gesetz oder eine Verordnung folgen, ähnlich der Tabakproduktverordnung vom 20.11.2002: Wie auf Zigarettenpackungen müssten auf Fleisch- und Wurstpackungen deutlich sichtbare Warnhinweise aufgedruckt werden. Neben allgemeinen Warnhinweisen wie »Wurstessen kann tödlich sein« könnten ergänzende Warnhinweise aufgedruckt werden:
»Das Essen von verarbeitetem Fleisch kann tödliche Krebserkrankungen verursachen.«
»Wer das Fleischessen aufgibt, verringert das Risiko tödlicher Krebserkrankungen.«
»Schützen Sie Ihre Kinder - lassen Sie sie kein verarbeitetes Fleisch essen.«