Freiheit für Tiere
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EU-Kommission: Wolf bleibt besonders geschützt

Die EU-Kommission will den besonderen Schutzstatus von Wölfen in Europa nicht ändern. »In weiten Teilen der Europäischen Union ist der Wolf nach wie vor eine gefährdete Art«, bestätigte EU-Agrarkommissar Phil Hogan die Entscheidung. »Eine gezielte Bejagung der Tiere zur Bestandsdezimierung bleibt damit verboten.«

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hatte sich per Brief an die EU-Kommission gewandt und um Änderung des strengen Schutzstatus gebeten. So ließe er sich leichter bejagen. Die EU-Kommission lehnte ab und verwies darauf, dass der bessere Schutz von Weidetieren finanziell unterstützt werde.

Quelle: EU-Kommission: Der Wolf bleibt besonders geschützt. Neue Osnabrücker Zeitung, 1.12.2017

Wölfe sind in Deutschland im gesamten Bundesgebiet über § 44 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) streng geschützt. Bei Verstößen wird per Anzeige die zuständige Staatsanwaltschaft tätig. Je nach Vergehen sind Strafen von bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug oder hohe Geldbußen möglich. Damit besitzen Wölfe in Deutschland den höchstmöglichen Schutzstatus.

Doch auch nach europäischem und internationalem Recht sind Wölfe streng geschützt: Wölfe sind sowohl durch das Washingtoner Artenschutzabkommen sowie die Berner Konvention geschützt. Deutschland hat beide Abkommen ratifiziert, so dass diese völkerrechtlich verbindlich sind. Als EU-Mitgliedsstaat verpflichtet sich Deutschland, die so genannte Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) umzusetzen. Der Wolf ist über den Anhang IV der FFH-RL besonders geschützt.